Innovative Verkehrsideen

München, 05.08.2021

Verkehrsministerin Schreyer: "Gerade im Großraum München brauchen wir kreative Ideen, um den Verkehr zu entzerren" - Besuch bei der Ottobahn GmbH

  • Münchner Firma entwickelt autonomes Gondelsystem
  • Grünes Licht für Teststrecke in Taufkirchen
  • Ministerin Schreyer: „Der Großraum München ist vom Verkehr hoch belastet. Deswegen sind solche vorausschauenden Konzepte hier besonders interessant.“

 

Über den Straßen schweben, fahrerlos und zu jeder Zeit zu einem Ziel eigener Wahl reisen: Diese Idee steckt hinter der so genannten Ottobahn. Die gleichnamige Ottobahn GmbH entwickelt ein Schienen-Gondelsystem, das speziell für den Einsatz im urbanen Raum gedacht ist und sowohl Menschen als auch Güter transportieren soll. Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer hat die Ottobahn GmbH heute in Obersendling besucht: „Der Großraum München boomt. Deswegen ist es wichtig, dass wir uns die Verkehrsfragen hier immer wieder anschauen und auch neu denken. Solche kreativen Ansätze können einen echten Mehrwert für die Menschen schaffen. Auf meine Initiative hin hat sich die Gemeinde Taufkirchen dem Thema angenommen.“

Eine erste Teststrecke soll nun in Taufkirchen bei München entstehen. Die Gemeinde hat mit der Ottobahn GmbH einen Pachtvertrag geschlossen, der Bauausschuss hat den Bauantrag der Firma bereits einstimmig genehmigt. Ullrich Sander, Erster Bürgermeister von Taufkirchen: „Wir sind stolz und überzeugt, dass diese Innovation der Ottobahn und diese Lösung für Verkehrsprobleme von Taufkirchen aus ihren Siegeszug in die Welt startet. Auch der Standort ist mit der Nähe zu unserem Ludwig-Bölkow-Campus und zu den großen Entwicklungen rund um die neue Fakultät der TUM für Raumfahrt, Luftfahrt und Geodäsie genau richtig. Ich bedanke mich herzlich bei Frau Staatsministerin Kerstin Schreyer für ihren Einsatz, mit dem sie den Kontakt hergestellt hat.“

Die Ottobahn ist eine Art fahrerlose Trambahn, die über den bestehenden Straßen in einer Höhe von fünf bis zehn Metern unterwegs sein soll. Die elektrisch mittels Solarstrom betriebenen Gondeln können an einem individuell gewählten Ziel zur gewünschten Zeit auf der Strecke auf den Boden gesenkt und wieder angehoben werden. Marc Schindler, Geschäftsführer der Ottobahn GmbH: „Wir sind überzeugt davon, dass unsere on-demand Mobilitätslösung eine nachhaltige Ergänzung für den ÖPNV Münchens darstellen wird. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten, vom Ministerium, dem Landkreis und der Gemeinde, die pragmatisch an einem Strang gezogen haben, um eine Referenzstrecke in Bayern zu ermöglichen.“

Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer: „Wir müssen Mobilität sehr breit und vernetzt denken. Wir brauchen einen starken ÖPNV und gut ausgebaute Straßen. Dafür setze ich mich auch mit Nachdruck ein. Aber wir denken auch weiter. Deswegen lassen wir neue, innovative Gedanken zu. Die Ottobahn ist ein sehr interessantes Konzept und ich freue mich, dass sie in Taufkirchen nun weiter getestet wird.“

Foto: StMB

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