Bauthemen

Bauen wirkt sich unmittelbar auf die Menschen und die Umwelt aus. Bei allen Baumaßnahmen sind daher gleichermaßen soziokulturelle, ökonomische und ökologische Aspekte sowie verbindliche Regeln für die Zusammenarbeit aller am Bau beteiligten Akteure - der Handwerker und Baufirmen, der Architekten und Ingenieure und der Bauverwaltung als Auftraggeber - zu beachten.

Vergabe- und Vertragsmanagement

Planung und Bau von Gebäuden, Straßen, Tunneln und Brücken sind hoch komplexe Aufgaben. Die Beauftragung der Planungs- und Bauleistungen wird heute bestimmt von Wettbewerb, Transparenz, Gleichbehandlung und Diskriminierungsfreiheit. Das Vergabe- und Vertragsmanagement soll hierbei den maßvollen Umgang mit Ressourcen und öffentlichen Geldern gewährleisten. Stark beeinflusst wird dies durch die Vorgaben des europäischen Vergaberechts.

Baukultur

Auf den Erhalt und die Förderung von Baukultur wird in der Bayerischen Staatsbauverwaltung besonderer Wert gelegt. Bei all unseren Projekten und Maßnahmen haben Baukultur und die Qualität des Bauens einen hohen Stellenwert. Dabei setzen wir uns mit modernen Zeitströmungen auseinander und wagen Experimente. Wir achten aber genauso darauf, dass die Kulturlandschaft, der historische Baubestand und traditionelle Bauweisen erhalten und behutsam weiterentwickelt werden.

Gebäude und Energie

Die Energiewende ist eines der wichtigsten gesellschaftlichen Themen unserer Zeit. Der Freistaat Bayern hat es sich mit seinem Energiekonzept „Energie innovativ“ zum Ziel gesetzt, seine Energieversorgung überwiegend auf erneuerbare Energien umzustellen. Der Gebäudesektor spielt dabei eine entscheidende Rolle, denn rund 40 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs in Bayern entfällt auf diesen Bereich. Energieeffizientes Bauen schont die Umwelt und zahlt sich in vielerlei Hinsicht aus.

Bauen und Demografie

Der demografische Wandel und die Folgen für Gemeinden und Bürger bestimmen zunehmend die öffentliche Diskussion. Auch der Baubereich ist betroffen. Große Entwicklungszeiträume und die langfristige Bindung kommunaler Finanzmittel machen es notwendig, frühzeitig die möglichen Auswirkungen des demografischen Wandels zu berücksichtigen.

Barrierefreies Bauen

Barrierefreies Bauen ist eine zentrale Aufgabe, die besondere Aktualität durch die UN-Behindertenrechtskonvention und den demographischen Wandel gewinnt. Schwerpunkte der bayerischen Staatsbauverwaltung sind eine vorbildliche barrierefreie Gestaltung der staatlichen Baumaßnahmen im Hochbau wie im Straßenbau, finanzielle Unterstützung und Beratung zu Fragen des barrierefreien Bauens insbesondere in Städtebau- und Wohnraumförderung sowie die Vorgabe rechtlicher und technischer Standards zum barrierefreien Bauen.

Public Private Partnership (PPP)

PPP ist eine alternative Form der Zusammenarbeit von öffentlichen Auftraggebern und der Privatwirtschaft im Bauwesen, die in geeigneten Einzelfällen zum Einsatz kommen kann. Bei PPP-Projekten werden Planung, Bau, Bauunterhalt und gegebenenfalls Betrieb und Finanzierung zu einem Gesamtpaket zusammengefasst. Dieses Gesamtpaket wird über den Lebenszyklus des Bauwerks im Rahmen eines Vertrags mit langer Laufzeit an einen privaten Partner vergeben, der langfristig Verantwortung für das Bauwerk übernimmt.

Landschaftsplanung

Für die Fachbereiche Hochbau, Städtebau, Wohnungswesen und Straßenbau bietet die Landschaftsplanung Unterstützung zu einem verträglichen Miteinander von Landschaft und Bauwerk. Im Vordergrund stehen Planungskonzepte für einen schonenden Umgang mit Tieren und Pflanzen sowie der Erhalt der Ökosysteme. Die Strategie zur Erhaltung der biologischen Vielfalt beim Bauen bildet dabei einen wichtigen Mosaikstein. Eine zentrale Aufgabe der Landschaftsplanung ist, beim Bauen die Natur- und Kulturlandschaft weiter zu entwickeln und zu gestalten.

Bauen mit Holz

Der Rohstoff Holz wird in der „schönsten Fabrik der Welt“ - im Ökosystem Wald - mit einem vergleichsweise geringen Energieaufwand produziert. Seine Eigenschaften als nachwachsender, heimischer Rohstoff, bei dessen Produktion der Atmosphäre klimaschädliches CO2 entzogen wird, sind die Grundlage für die Herstellung hochwertiger Endprodukte, die beim Bauen vielfältige Verwendung finden. Für Bayern als Waldland mit einer Waldfläche, die einem Drittel der Landesfläche entspricht, ist das Bauen mit Holz von besonderer Bedeutung.

Aktuell

  • Gruppenfoto mit Architekt Markus Frick, Bauminister Christian Bernreiter, Justizminister Georg Eisenreich, Leitender Baudirektor Eberhard Schmid, Präsident des Oberlandesgerichts Dr. Hans-Joachim Heßler © StMB
    © StMB
    28.07.2022

    Größte Hochbaumaßnahme des Freistaats nimmt Gestalt an

    39.000 Quadratmeter Nutzfläche, Platz für 1.300 Beschäftigte und 54 Sitzungssäle: Am Münchner Leonrodplatz entsteht derzeit das neue Strafjustizzentrum, die größte im Bau befindliche Hochbaumaßnahme des Freistaats Bayern.

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  • Forstministerin Michaela Kaniber und Bauminister Christian Bernreiter haben den neuen Holzbauzuschuss vorgestellt. Zudem besichtigten die beiden Minister gemeinsam mit dem Uttinger Bürgermeister Florian Hoffmann ein Vorzeigeprojekt in Holz-Hybridbauweise. © StMELF
    © StMELF
    12.07.2022

    Holzbauzuschuss: Start der Klimaprämie für Holzhäuser in Bayern

    Bauminister Christian Bernreiter und Forst­ministerin Michaela Kaniber haben die neue Klimaprämie für Holzhäuser vorgestellt. Künftig gibt es 500 Euro Zuschuss je Tonne gespeichertem CO2. Bayern übernimmt damit eine Vorreiterrolle, da nicht direkt der Baustoff Holz, sondern seine Klimawirksamkeit gefördert wird. Davon profitieren private Bauherren, Unternehmen und Kommunen.

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