Verkehrsministerkonferenz verurteilt tödlichen Angriff auf Zugbegleiter
München, 05.02.2026Schockierende Tat im Regionalexpress: VMK nimmt Sicherheit für Beschäftigte im öffentlichen Verkehr auf Agenda
- Tödlicher Angriff auf Zugbegleiter wird aufs Schärfste verurteilt
- Beschäftigte im öffentlichen Verkehr leisten wichtigen gesellschaftlichen Beitrag und brauchen entsprechende Sicherheit
- VMK wird sich zeitnah mit Sicherheit für Beschäftigte im öffentlichen Verkehr befassen
Die Verkehrsministerkonferenz (VMK) verurteilt den Angriff auf einen Zugbegleiter im Regionalexpress 4131 zwischen Landstuhl und Homburg aufs Schärfste. Die Gedanken der Ministerinnen, Minister, Senatorinnen und Senatoren sind bei dem Opfer und der Familie und den Freunden des Getöteten. Neben der Aufklärung der genauen Hintergründe des Tötungsdelikts in Rheinland-Pfalz wird sich die VMK zeitnah mit dem Thema Sicherheit für Beschäftigte im öffentlichen Verkehr beschäftigen.
Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr und Vorsitzender der VMK: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im öffentlichen Verkehr setzen sich jeden Tag für Andere ein, sichern unsere Mobilität und leisten damit einen großen Beitrag zu unser aller Zusammenleben: Das verdient Respekt und Dankbarkeit! Umso schockierender ist der tödliche Angriff auf einen Zugbegleiter in Landstuhl. Als Gesellschaft können wir das nicht hinnehmen und müssen ein starkes Zeichen der Solidarität senden. Als Vorsitzender der Verkehrsministerkonferenz liegt mir die Sicherheit im öffentlichen Verkehr und damit auch der Beschäftigten im öffentlichen Verkehr besonders am Herzen. Wir werden uns damit befassen, wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Zügen, Bussen und Co. künftig noch besser geschützt werden können.“
Winfried Hermann, Verkehrsminister von Baden-Württemberg: „Diese brutale, tödliche Gewalt ist schockierend. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen des Getöteten. Die Sicherheit unserer Fahrgäste und der Beschäftigten in Bus und Bahn hat für uns oberste Priorität. Wir müssen diesen Fall zum Anlass für Verbesserungen der Sicherheit im öffentlichen Verkehr nehmen. Auf nachfragestarken Strecken gibt es in Baden-Württemberg eine hundertprozentige Zugbegleitung, die durch zusätzlich eingesetztes Sicherheitspersonal unterstützt wird, durch Videoüberwachung und mehr Bodycams, um Straftaten abzuschrecken. Aber wir müssen kritisch prüfen, welche weiteren Instrumente die Sicherheit erhöhen können. Es ist wichtig, dass wir hier in einen länderübergreifenden Austausch gehen.“
Petra Berg, Ministerin für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz im Saarland sagt: „Der Angriff auf einen Menschen, der seinen Beruf gewissenhaft ausgeübt hat, erschüttert mich tief und macht mich fassungslos. Dieser rohe Ausbruch von Gewalt kann nur auf das Schärfste verurteilt werden. Solche und ähnliche Taten gegen Zugbegleiter und öffentliche Bedienstete sind leider keine Seltenheit mehr. Umso mehr müssen wir uns als Gesellschaft geschlossen gegen ein solches Verhalten stellen. Wir brauchen außerdem einen intensiven Austausch zwischen dem Bund, den Verkehrs- und Innenressorts der Länder, den Verkehrsunternehmen und den Betriebsräten darüber, wie der Schutz von Beschäftigten und Reisenden gewährleistet werden kann. In diesen schweren Stunden sind unsere Gedanken bei den Angehörigen, Freundinnen und Freunden sowie Kolleginnen und Kollegen des getöteten Bahnmitarbeiters.“
„Einmal mehr erschüttert uns sinnlose Gewalt. Mein Mitgefühl gilt natürlich zuerst den Angehörigen und den Kollegen. Gleichzeitig muss klar sein, dass wir alle Mittel ergreifen müssen, um Gewalt in Zügen Einhalt zu gebieten. Mehr Sicherheitspersonal in den Zügen, Schulungen, technische Vorkehrungen wie Bodycams, zügige Rechtsprechung sind nur einige davon“, sagte Sachsen-Anhalts Ministerin für Infrastruktur und Digitales, Dr. Lydia Hüskens.
